Ressorts.
Sechs Felder, in denen wir kontinuierlich publizieren — vom Wandelhalle bis zum Reha-Antrag nach SGB IX.
- 01
Heilbäder
Das Ressort für die deutsche Heilbäder- und Kurorts-Tradition. Die rechtlich-administrative Architektur der Heilbäder-Anerkennung nach den Heilbäder- und Kurorts-Verordnungen der Länder, die historisch gewachsenen Profil-Differenzierungen zwischen Sole-, CO2-, Schwefel-, Moor- und Radon-Bädern, die wichtigen DACH-Standorte (Bad Wörishofen mit der Kneipp-Tradition, Bad Reichenhall mit den Saline, Baden-Baden mit der römisch-bayerischen Tradition, Bad Wildbad mit den Königlich-Württembergischen Bädern, Bad Pyrmont mit der niedersächsischen Heilbäder-Tradition), das österreichische Heilbäder-Wesen (Baden bei Wien, Bad Tatzmannsdorf, Bad Gleichenberg), die schweizerische Kurorts-Tradition (Bad Ragaz, Leukerbad, Vals). Sober, ohne touristische Werbe-Sprache.
→ - 02
Architektur
Das Ressort für die Bäderbau-Geschichte. Die kanonischen Bautypen — Wandelhalle als promenadenartige Säulenhalle, Trinkhalle als Brunnen-Architektur, Kursaal als gesellschaftliches Zentrum, Badehaus als therapeutische Einrichtung —, ihre stilgeschichtliche Entwicklung vom Klassizismus über den Historismus zum Jugendstil bis zur Bauhaus-Sanatorien-Generation (Aaltos Paimio 1929–1933, Tessenows Mecklenburger Bauten), die Architekten der Bäderbau-Konsolidierung (Heinrich Hübsch in Baden-Baden, Hugo Licht in Leipzig, Friedrich von Thiersch in mehreren bayerischen Kurorten), die Restaurations-Praxis an historischen Bäderbauten. Architekturhistorisch fundiert, mit konkreten Bauakten-Bezügen.
→ - 03
Medizin
Das Ressort für die kurmedizinische und balneologische Praxis. Die kurmedizinischen Indikationen nach Heilbäder-Profil (Sole für Atemwege und Bewegungsapparat, Moor für rheumatische Erkrankungen, CO2 für Herz-Kreislauf-Bedingungen, Schwefel für dermatologische Indikationen), die wissenschaftliche Studienlage zu balneologischen Verfahren (Sektion Balneologie und Medizinische Klimatologie der DGRh, Cochrane-Reviews wo verfügbar), die Kneipp-Tradition als gesundheitsbildende Praxis nach Sebastian Kneipp (1821–1897), Trinkkuren als historisch zentrale Anwendungsform mit ihrer wissenschaftlich-rationalen Begrenzung. Sober, mit klarer Trennung zwischen evidenzbasierten Indikationen und wellness-marketing-getriebenen Behauptungen.
→ - 04
Geschichte
Das Ressort für die Sanatoriums- und Bäder-Tradition als Kulturgeschichte. Hermann Brehmers Gründung des Tuberkulose-Sanatoriums in Görbersdorf 1854 als Anfang der modernen Sanatoriums-Bewegung, die Davos-Tradition mit ihrer Weltliteratur-Resonanz (Thomas Manns „Der Zauberberg" als Davos-Schauplatz), die Schwarzwald-Sanatorien zwischen Sankt Blasien, Königsfeld und Freudenstadt, die bayerischen Sanatorien zwischen Tegernsee/Wiessee und Berchtesgaden, die ostdeutschen Kurorte zwischen Bad Saarow und Bad Schandau, die wechselvolle Geschichte der jüdischen Kur-Tradition in den deutschen Bäderorten (Marienbad, Karlsbad als heute tschechische Bäder mit historischer mitteleuropäisch-jüdischer Resonanz). Quellenarbeit, nicht Folklore.
→ - 05
Recht
Das Ressort für die rechtliche Architektur der Heilbäder und der Kurmedizin. Die Heilbäder- und Kurorts-Verordnungen der Länder (jedes Bundesland mit eigener VO, mit dem Deutschen Heilbäderverband als Koordinations-Instanz), die rechtsverbindlichen Mindestanforderungen für die Anerkennung als „Heilbad" / „Mineralheilbad" / „Moorheilbad" / „Heilklimatischer Kurort", Kur-Antrag und Kostenübernahme nach § 23 SGB V (Vorsorge) und § 24 SGB V (Mutter-/Vater-Kind-Kuren), Reha-Recht nach SGB IX mit den Reha-Trägern (DRV, GKV, Berufsgenossenschaft, Sozialhilfe), die anhaltende Diskussion um die ambulanten Kur-Modelle (Modell „offene Badekur"). Sober, mit klaren Paragrafen-Bezügen.
→ - 06
Praxis
Das Ressort für die konkrete Praxis. Der Kur-Antrag als bürokratisch dichter Prozess zwischen Hausarzt-Empfehlung, Krankenkasse-Vorab-Genehmigung und Klinik-Aufnahmebestätigung, Reha-Pfade zwischen Akutphase, Anschlussheilbehandlung (AHB) und ambulanter Heilbehandlung, ambulante Kur-Modelle als wachsende Alternative zur stationären Kur, Mutter-/Vater-Kind-Kuren als spezifischer Bereich mit eigenen organisatorischen Anforderungen, das wachsende Feld der „Kur am Wohnort" als digital-gestütztes Vorsorge-Modell. Mit konkreten Antrags-Praxis-Anweisungen und der nüchternen Darstellung der zähen Realität zwischen Theorie und genehmigungsfähiger Praxis.
→